Fette im Trockenfutter – warum sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Ernährung von Hunden und Katzen sind

Fette gehören zu den wichtigsten Nährstoffen in der Ernährung von Hunden und Katzen. Sie liefern Energie, ermöglichen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und tragen zur Erhaltung normaler Haut sowie eines glänzenden Fells bei. Darüber hinaus sind sie an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Die Qualität und Herkunft der verwendeten Fettquellen spielen eine entscheidende Rolle. Hochwertige Fette unterstützen eine bedarfsgerechte Ernährung, während minderwertige oder unausgewogene Fettquellen die Nährstoffversorgung beeinträchtigen können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fette liefern etwa 8,5 kcal pro Gramm und sind damit die energiereichste Nährstoffquelle – mehr als doppelt so energiereich wie Eiweiß oder Kohlenhydrate.
  • Ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren liegt idealerweise zwischen 1:1 und 5:1 und ist ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
  • Der Mindestfettgehalt in Trockenfutter für ausgewachsene Hunde liegt bei 5,5 %, während für normal aktive Hunde häufig Fettgehalte von 8–12 % empfohlen werden.
  • Besonders hochwertige Fettquellen sind Fischöle (EPA und DHA), hochwertige tierische Fette sowie Pflanzenöle mit klar deklarierter Herkunft. Transparente Angaben auf der Deklaration sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
  • Für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren werden häufig 10–15 mg EPA pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Der individuelle Bedarf sollte jedoch immer an Alter, Aktivität und Fütterung angepasst werden.

Fette im Trockenfutter – warum sie für Hunde unverzichtbar sind

Die wichtigsten Aufgaben von Fetten im Organismus des Hundes

Fette übernehmen zahlreiche lebenswichtige Funktionen, die weit über die reine Energieversorgung hinausgehen. Sie sind Bestandteil der Zellmembranen, dienen als Ausgangsstoff für verschiedene körpereigene Substanzen und tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.

Mit rund 8,5 kcal pro Gramm stellen Fette die energiereichste Nährstoffquelle dar und sind insbesondere für aktive Hunde von großer Bedeutung.

Besonders wichtig sind die essenziellen Fettsäuren, da Hunde diese nicht in ausreichender Menge selbst bilden können. Deshalb müssen sie regelmäßig über das Futter aufgenommen werden. Die Qualität der eingesetzten Fettquellen ist daher ein wesentlicher Faktor für eine ausgewogene Ernährung.


Fette als Energielieferant und Träger fettlöslicher Vitamine

Neben ihrer Funktion als Energielieferant ermöglichen Fette die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Eine ausreichende Fettversorgung trägt dazu bei, dass diese Vitamine vom Organismus verwertet werden können.

Besonders wichtig sind dabei:

  • Vitamin A – trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft sowie einer normalen Haut bei.
  • Vitamin D – unterstützt den normalen Calcium- und Phosphorstoffwechsel.
  • Vitamin E – schützt die Zellen vor oxidativem Stress und trägt zur Stabilität ungesättigter Fettsäuren bei.
  • Vitamin K – spielt eine wichtige Rolle bei der normalen Blutgerinnung.

Hochwertige Fette verbessern die Akzeptanz des Futters

Neben ihrem ernährungsphysiologischen Wert beeinflussen Fette auch die Schmackhaftigkeit (Palatabilität) eines Futters.

Hochwertige Fettquellen verbessern unter anderem:

  • das Aroma,
  • den Geschmack,
  • die Textur der Kroketten,
  • die Futterakzeptanz – insbesondere bei wählerischen Hunden und Katzen.

Welche Fette sind im Trockenfutter enthalten?

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung

Zu den bedeutendsten mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-3-Fettsäuren EPA, DHA und ALA.

Vor allem EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) aus marinen Quellen gelten als besonders gut verfügbar. Sie sind natürliche Bestandteile hochwertiger Fischöle und werden häufig in Premium-Hundefuttermitteln eingesetzt.

Auch Omega-6-Fettsäuren, insbesondere Linolsäure und Arachidonsäure, erfüllen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel. Da moderne Futtermittel jedoch häufig reich an Omega-6-Fettsäuren sind, sollte auf ein ausgewogenes Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren geachtet werden.

Als günstig gilt ein Verhältnis zwischen 1:1 und 5:1.

Für die Versorgung mit EPA werden häufig Mengen von 10–15 mg pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Die optimale Dosierung richtet sich jedoch stets nach den individuellen Bedürfnissen des Hundes und der gesamten Rationsgestaltung.

Gesättigte und ungesättigte Fette – Unterschiede und ihre Bedeutung für Hunde

Ungesättigte Fettsäuren gelten als besonders wertvoll in der Ernährung von Hunden und Katzen. Aufgrund ihrer chemischen Struktur übernehmen sie zahlreiche wichtige Funktionen im Organismus und sind Bestandteil einer ausgewogenen Fütterung.

Gesättigte Fettsäuren sind in moderaten Mengen ebenfalls ein natürlicher Bestandteil der Nahrung. Sie liefern Energie und tragen zur Schmackhaftigkeit des Futters bei. Dennoch sollte der Schwerpunkt einer hochwertigen Ernährung auf einem ausgewogenen Anteil ungesättigter Fettsäuren liegen.


Transfette im Hundefutter – warum sie vermieden werden sollten

Transfettsäuren entstehen überwiegend bei industriellen Verarbeitungsprozessen und gehören nicht zu einer hochwertigen Hunde- oder Katzenernährung. Sie besitzen keinen ernährungsphysiologischen Vorteil und gelten als unerwünschter Bestandteil von Futtermitteln.

Beim Kauf eines Trockenfutters empfiehlt es sich, auf eine transparente Deklaration der Fettquellen zu achten und Produkte mit unklarer Zusammensetzung zu meiden.

Achten Sie besonders auf:

  • möglichst konkrete Angaben zu den verwendeten Fettquellen,
  • klar deklarierte Fischöle oder tierische Fette,
  • hochwertige Rohstoffe mit nachvollziehbarer Herkunft.

Unser Ratgeber „Hundefutter richtig lesen – Zutaten und Deklaration verstehen“ hilft Ihnen dabei, die Angaben auf Futtermittel-Etiketten richtig einzuordnen.


Die besten Fettquellen im Trockenfutter – was wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen

Fischöle – die hochwertigste Quelle für Omega-3-Fettsäuren

Fischöle gehören zu den besten natürlichen Lieferanten der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Hochwertige Öle aus Lachs, Sardinen oder Sardellen enthalten besonders gut verfügbare Formen dieser essenziellen Fettsäuren.

Bewährte Omega-3-Produkte sind beispielsweise:

  • Omega-3-Öl aus Wildfang-Meeresfischen für Hunde und Katzen
  • Antarctic Krill Oil für Hunde und Katzen – mit EPA, DHA und natürlichem Astaxanthin.

Vorteile hochwertiger Fischöle

  • liefern EPA und DHA direkt in bioverfügbarer Form,
  • besitzen eine hohe Bioverfügbarkeit,
  • ergänzen die tägliche Versorgung mit essenziellen Omega-3-Fettsäuren,
  • eignen sich hervorragend als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über Omega-3-Fettsäuren für Haut und Fell von Hunden.


Hochwertige tierische Fette – Energie und Geschmack

Tierische Fette aus klar definierten Quellen wie Huhn, Pute oder Lamm sind wertvolle Bestandteile hochwertiger Trockenfutter.

Sie zeichnen sich aus durch:

  • ein natürliches Fettsäureprofil,
  • eine hohe Energiedichte,
  • eine ausgezeichnete Akzeptanz,
  • den natürlichen Gehalt an Arachidonsäure, die insbesondere für Katzen von Bedeutung ist.

Pflanzliche Öle – welche sind empfehlenswert?

Leinöl enthält rund 50–60 % Alpha-Linolensäure (ALA) und zählt zu den wichtigsten pflanzlichen Omega-3-Quellen. Da Hunde ALA jedoch nur begrenzt in EPA und DHA umwandeln können, eignet sich Leinöl vor allem als Ergänzung zu marinen Omega-3-Quellen.

Weitere hochwertige Pflanzenöle sind:

  • Olivenöl – reich an Ölsäure,
  • Nachtkerzenöl – natürliche Quelle von Gamma-Linolensäure (GLA).

Besonders hochwertige Trockenfutter kombinieren verschiedene Fettquellen, um ein ausgewogenes Fettsäureprofil zu erreichen.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über Superfoods im Hundefutter.


Wie viel Fett sollte ein gutes Trockenfutter enthalten?

Mindest- und Richtwerte

Nach den Empfehlungen der AAFCO sollte Trockenfutter für ausgewachsene Hunde mindestens 5,5 % Fett enthalten.

Für gesunde, normal aktive Hunde gelten Fettgehalte zwischen 8 und 12 % häufig als ausgewogener Bereich. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch von Alter, Aktivität, Körperkondition und der gesamten Futterration ab.

Darüber hinaus empfehlen Ernährungsexperten mindestens 5,5 g Fett pro 1.000 kcal metabolisierbarer Energie (ME), um den Bedarf an essenziellen Fettsäuren zuverlässig abzudecken.


Fettbedarf je nach Alter und Aktivität

Welpen benötigen aufgrund ihres schnellen Wachstums sowie der Entwicklung von Gehirn und Nervensystem mehr Energie und essenzielle Fettsäuren. Insbesondere DHA spielt während der Wachstumsphase eine wichtige Rolle.

Auch aktive Hunde, Sporthunde und Arbeitshunde haben aufgrund ihres höheren Energieverbrauchs häufig einen erhöhten Fettbedarf.

Bei älteren Hunden sollte der Fettgehalt individuell an Aktivitätsniveau, Körpergewicht und Gesundheitszustand angepasst werden.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Gesundes Hundefutter – Darmflora und Immunsystem unterstützen“.


Fettgehalt in Light-Futter und Spezialdiäten

Light-Futtermittel enthalten meist 6 bis 8 % Fett, liefern jedoch weiterhin die erforderlichen essenziellen Fettsäuren. Eine Reduzierung des Fettgehalts darf niemals zu Lasten der Nährstoffversorgung gehen.

Bei bestimmten Erkrankungen – beispielsweise im Zusammenhang mit der Bauchspeicheldrüse – kann eine fettärmere Ernährung sinnvoll sein. Die Auswahl eines geeigneten Futters sollte in solchen Fällen immer in Abstimmung mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt erfolgen.

Hochwertige Fettquellen auf der Futtermitteldeklaration erkennen – ein praktischer Leitfaden

Worauf Sie bei den Fettquellen achten sollten

Die Zutatenliste eines Trockenfutters verrät viel über dessen Qualität. Achten Sie möglichst auf klar deklarierte Fettquellen anstelle allgemeiner Bezeichnungen.

Bezeichnungen wie „Lachsöl“, „Hühnerfett“ oder „Geflügelfett“ sind deutlich aussagekräftiger als allgemeine Angaben wie „tierische Fette“ oder „pflanzliche Öle“.

Auch die Reihenfolge der Zutaten ist wichtig: Sie werden in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgeführt. Hochwertige Fettquellen, die weit oben in der Deklaration erscheinen, können ein Hinweis auf die Qualität des Futters sein.

Ebenso empfehlenswert sind natürliche Antioxidantien wie Vitamin E (Tocopherole) oder Rosmarinextrakt, die dazu beitragen, empfindliche Fettsäuren vor Oxidation zu schützen.


Warnsignale auf der Zutatenliste

Beim Kauf eines Trockenfutters lohnt sich ein genauer Blick auf die Deklaration.

Nach Möglichkeit sollten Sie Produkte meiden, die beispielsweise enthalten:

  • teilweise gehärtete Öle oder Fette,
  • ungenaue Angaben wie „tierische Fette“ ohne nähere Herkunft,
  • Rohstoffe mit nicht nachvollziehbarer Herkunft,
  • keine natürlichen Antioxidantien zum Schutz der enthaltenen Fette.

Eine transparente Deklaration spricht in der Regel für einen hohen Qualitätsanspruch des Herstellers.


Praktische Tipps für die Auswahl eines hochwertigen Trockenfutters

Achten Sie auf die analytischen Bestandteile des Futters. Der Rohfettgehalt sollte dem Alter, der Aktivität und dem individuellen Energiebedarf Ihres Hundes entsprechen.

Ein zu niedriger Fettgehalt kann die Versorgung mit essenziellen Fettsäuren erschweren, während bei sehr energiereichen Futtermitteln die tägliche Futtermenge entsprechend angepasst werden sollte.

Ebenso wichtig ist das Mindesthaltbarkeitsdatum, denn Fette reagieren empfindlich auf Sauerstoff, Wärme und Licht. Besonders Futtermittel mit einem höheren Fettanteil sollten stets frisch verwendet werden.

Nach dem Öffnen empfiehlt es sich, das Trockenfutter in einem luftdichten Behälter kühl und trocken zu lagern. Dadurch bleiben Aroma und Qualität der enthaltenen Fette länger erhalten.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Premium-Trockenfutter mit sorgfältig ausgewählten Fettquellen sind, entdecken Sie unsere Premium Selection – hochwertiges Hundefutter mit ausgewählten Zutaten.


Fettgehalt im Hundefutter – welche Auswirkungen haben Über- oder Unterversorgung?

Zu viel Fett in der Ernährung

Ein dauerhaft zu hoher Energiegehalt kann Übergewicht begünstigen. Schätzungen zufolge sind heute bereits 30 bis 60 % aller Hunde in Industrieländern übergewichtig oder adipös.

Übergewicht kann das Risiko verschiedener gesundheitlicher Probleme erhöhen und die Lebensqualität des Hundes langfristig beeinträchtigen.

Auch sehr fettreiche Mahlzeiten können bei empfindlichen Hunden den Verdauungstrakt belasten. Treten Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder starke Bauchschmerzen auf, sollte zeitnah eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.

Bei Hunden mit bekannten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wird häufig eine fettreduzierte Ernährung empfohlen. Die Auswahl eines geeigneten Futters sollte stets gemeinsam mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt erfolgen.


Woran erkennt man einen Mangel an essenziellen Fettsäuren?

Eine unzureichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren kann sich unter anderem bemerkbar machen durch:

  • trockene oder schuppige Haut,
  • stumpfes oder glanzloses Fell,
  • eine eingeschränkte Hautbarriere,
  • Veränderungen des Allgemeinbefindens oder der Fellqualität.

Treten solche Symptome auf, sollte zunächst die gesamte Fütterung überprüft und gegebenenfalls tierärztlich beurteilt werden.


Besondere Ernährungsbedürfnisse bei bestimmten Erkrankungen

Je nach Gesundheitszustand kann der Fettbedarf eines Hundes deutlich von den allgemeinen Empfehlungen abweichen.

Bei bestimmten Lebererkrankungen kann eine Anpassung des Fettgehalts sinnvoll sein, während Hunde mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse häufig von speziell abgestimmten, fettarmen Diäten profitieren.

Grundsätzlich sollten Futterumstellungen immer schrittweise erfolgen. Ein langsamer Übergang unterstützt die Anpassung des Verdauungssystems und trägt zu einer guten Verträglichkeit bei.

Häufig gestellte Fragen zu Fetten im Trockenfutter

Welche Fette sind im Trockenfutter für Hunde am besten?

Zu den hochwertigsten Fettquellen in Trockenfutter zählen ungesättigte Fettsäuren – insbesondere die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA aus Fischölen sowie Omega-6-Fettsäuren aus hochwertigen Rohstoffen.

Besonders empfehlenswerte Quellen sind:

  • Lachsöl,
  • Sardinenöl,
  • Dorschleberöl,
  • hochwertige tierische Fette mit klar deklarierter Herkunft.

Ebenso wichtig wie die Fettquelle ist ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3, das idealerweise zwischen 1:1 und 5:1 liegt. Achten Sie außerdem auf eine transparente Deklaration der verwendeten Fettquellen.


Sind gesättigte oder ungesättigte Fette besser?

Für Hunde sind beide Fettarten wichtig, sie erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben.

Ungesättigte Fettsäuren – insbesondere Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – sind essenzielle Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung.

Gesättigte Fettsäuren liefern ebenfalls Energie und tragen zur Schmackhaftigkeit des Futters bei. Sie sollten jedoch in einem ausgewogenen Verhältnis zu den ungesättigten Fettsäuren stehen.

Nicht empfehlenswert sind hingegen Transfettsäuren, die in hochwertigem Hundefutter keinen Platz haben.


Wie viel Fett sollte Trockenfutter laut FEDIAF enthalten?

Die FEDIAF-Richtlinien empfehlen folgende Mindestmengen an Fett bezogen auf das metabolische Körpergewicht:

TierartMindestmenge
Hunde1,15 g
Katzen2,25 g

Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch unter anderem von Alter, Aktivität, Körpergewicht und Gesundheitszustand des Tieres ab.


Welche vier Fettgruppen spielen in der Hundeernährung die wichtigste Rolle?

Die wichtigsten Fettgruppen sind:

  1. Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA, ALA) – natürliche Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung.
  2. Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure, Arachidonsäure) – wichtige Bestandteile hochwertiger Futtermittel.
  3. Einfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. Ölsäure) – dienen als Energielieferant und kommen in verschiedenen tierischen und pflanzlichen Fettquellen vor.
  4. Gesättigte Fettsäuren (z. B. Palmitinsäure und Stearinsäure) – liefern Energie und tragen zur Akzeptanz des Futters bei.

Entscheidend ist weniger eine einzelne Fettart als vielmehr ein ausgewogenes Fettsäureprofil.


Woran erkennt man hochwertige Fettquellen auf der Futtermitteldeklaration?

Bevorzugen Sie Futtermittel mit konkret angegebenen Fettquellen, beispielsweise:

  • Lachsöl,
  • Dorschleberöl,
  • Leinöl,
  • Hühnerfett.

Allgemeine Bezeichnungen wie „tierische Fette“ oder „pflanzliche Öle“ geben dagegen nur wenig Auskunft über die tatsächliche Qualität.

Achten Sie außerdem auf:

  • natürliche Antioxidantien wie Vitamin E (Tocopherole) oder Rosmarinextrakt,
  • eine transparente Deklaration,
  • hochwertige Fettquellen möglichst weit oben in der Zutatenliste.

Produkte mit teilweise gehärteten Ölen oder anderen Transfettquellen sollten möglichst vermieden werden.


Sind Transfette für Hunde schädlich?

Transfettsäuren gelten weder in der Humanernährung noch in der Tierernährung als wünschenswert.

Sie entstehen überwiegend bei industriellen Verarbeitungsprozessen und besitzen keinen ernährungsphysiologischen Vorteil. Hochwertige Trockenfutter verzichten daher auf entsprechende Fettquellen und setzen stattdessen auf natürliche, klar deklarierte Fette und Öle.


Fazit – hochwertige Fettquellen für eine ausgewogene Hundeernährung

Fette sind weit mehr als reine Energielieferanten. Sie liefern essenzielle Fettsäuren, unterstützen zahlreiche Stoffwechselprozesse und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung von Hunden bei.

Entscheidend sind dabei:

  • hochwertige und klar deklarierte Fettquellen,
  • ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren,
  • eine bedarfsgerechte Fettversorgung, angepasst an Alter, Aktivität und individuelle Bedürfnisse des Hundes.

Wer beim Kauf auf Qualität und Transparenz achtet, schafft eine wichtige Grundlage für eine langfristig ausgewogene Ernährung seines Vierbeiners.

Wichtige Erkenntnisse

  • Bevorzugen Sie Fischöle als hochwertige Quelle für Omega-3-Fettsäuren.
  • Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 im Bereich von 1:1 bis 5:1.
  • Wählen Sie Futtermittel mit klar deklarierten Fettquellen statt allgemeiner Bezeichnungen.
  • Passen Sie den Fettgehalt der Ernährung an Alter, Aktivität und individuelle Bedürfnisse Ihres Hundes an.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Körpergewicht und Körperkondition, um die Fütterung bei Bedarf anzupassen.

Jeder Hund ist individuell. Die optimale Ernährung richtet sich nach Alter, Lebensphase, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand. Bei besonderen Ernährungsanforderungen oder bestehenden Erkrankungen empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Hinweis: Die Empfehlungen zu Mindest- und Höchstgehalten einzelner Nährstoffe können sich auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktualisierter FEDIAF- oder AAFCO-Richtlinien ändern.

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